11.08.2017

Umziehen für den Job?

Bei einer Umfrage in 19 Ländern waren im Schnitt 29 % der Arbeitnehmer nicht dazu bereit, für einen neuen Job umzuziehen – In Deutschland ist der Anteil mit 38 % deutlich höher.

Die Deutschen gehören damit im Vergleich zu den weniger mobilen Arbeitnehmern. Das geht aus einer internationalen Studie im Auftrag der Manpower Group hervor. Befragt wurden Ende 2016 rund 14.000 Arbeitnehmer in 19 Ländern.

Diese Studie ergab auch, dass es deutliche Unterschiede innerhalb Deutschlands je nach Alter oder Geschlecht der Befragten und nach Branchenzugehörigkeit gibt.

• Jüngere Arbeitnehmer in Deutschland sind grundsätzlich eher zu einem Ortswechsel bereit. Unter den 18- bis 34-Jährigen lehnen nur 23 Prozent einen berufsbedingten Umzug ab. Bei den über 50-jährigen ist es hingegen jeder Zweite (55 Prozent).

• In der IT-Branche arbeiten die Arbeitnehmer, die am ehesten zum Umzug bereit sind. Nur 21 Prozent der Befragten aus diesem Arbeitsfeld lehnen einen Umzug kategorisch ab. Behördenmitarbeiter sind Umzugsmuffel. Sechs von zehn Arbeitnehmern (61 Prozent) schließen einen Umzug für den Job aus.

• Männer sind etwas mobiler als Frauen. 36 Prozent der männlichen Beschäftigten und 40 Prozent der weiblichen schließen den Ortswechsel aus. Allerdings sind Frauen wagemutiger, was den Sprung ins Ausland angeht. Den kann sich jede Fünfte vorstellen (20 Prozent), während nur jeder siebte befragte Mann dazu bereit ist (13 Prozent). Im Durchschnitt sind es 17 Prozent.